ZG09110204 - 02.11.2009
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Papst: Rechtfertigungslehre führt zum Herzen des Evangeliums


Benedikt XVI. hofft auf Fortschritte zur vollen und sichtbaren Einheit aller Jünger Christi


ROM, 2. November 2009 (ZENIT.org).-Papst Benedikt XVI. hat an diesem Sonntag die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre gewürdigt. Beim Angelusgebet auf dem Petersplatz erinnerte er an den zehnten Jahrestag der Unterzeichnung am Reformationsfest 1999 in Augsburg. Die GE bestätige „das Einvernehmen zwischen Lutheranern und Katholiken über fundamentale Wahrheiten“, betonte der Papst. Die Fragen bezüglich der kirchlichen Rechtfertigungslehre, eines der grundlegenden Reformations-Themen Luthers - führten zum Herzen des Evangeliums und zu wesentlichen Fragen unseres Lebens.„Von Gott sind wir angenommen und erlöst. Unsere Existenz schreibt sich ein in den Horizont der Gnade“, erklärte Papst Benedikt XVI. vor tausenden von Pilgern, die am Sonntag zum Allerheiligenfest auf den Petersplatz gekommen waren .

„Sie wird gelenkt von einem barmherzigen Gott, der unsere Schuld vergibt und uns zu einem neuen Leben in der Nachfolge seines Sohnes ruft. Wir leben von der Gnade Gottes und sind dazu gerufen, auf sein Geschenk zu antworten. All das befreit uns von der Angst und verleiht uns Hoffnung und Mut in einer Welt voll Unsicherheit, Unruhe und Leid.“

Die Erklärung zur Rechtfertigungslehre, der sich 2006 auch die Methodistische Weltrat angeschlossen hatte, habe eine Übereinstimmung zwischen Lutheranern und Katholiken in grundlegenden Wahrheiten bestätigt, unterstrich der Papst. Christen verschiedener Konfessionen seien seitdem auf dem Weg gegenseitiger Verständigung ein gutes Stück vorangekommen,so der Papst: „Wir erkennen, dass die göttliche Gnade jeder menschlichen Initiative vorausgeht".


Papst Johannes Paul II. habe die gemeinsame Erklärung zu den über Jahrhunderte hinweg umstrittenen Fragen als „Meilenstein auf dem nicht leichten Weg zur Wiederherstellung der vollen Einheit unter den Christen“ bezeichnet. Christen verschiedener Konfessionen seien seither „auf dem Weg gegenseitiger Verständigung nicht zuletzt durch das Gebet füreinander ein gutes Stück vorangekommen“, sagte Benedikt XVI. an diesem Sonntag. Der zehnte Jahrestag der Unterzeichnung sei folglich eine gute Gelegenheit, erneut gemeinsam über die Themen des ökumenischen Dialogs nachzudenken.

Das Kirchenoberhaupt weiter wörtlich: „Ich hoffe von Herzen, dass dieser wichtige Jahrestag dazu beiträgt, dass es weiter Fortschritte gibt auf dem Weg hin zur vollen und sichtbaren Einheit aller Jünger Christi.“


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